Neuer Glaukomtest erkennt mit 15-mal höherer Wahrscheinlichkeit Hochrisikopatienten

Auge Gehirn

Die jüngsten Untersuchungen zu einem vielversprechenden neuen Gentest für Glaukom – der weltweit führenden Erblindungsursache – haben ergeben, dass er 15-mal mehr Menschen mit hohem Glaukomrisiko identifizieren kann als ein vorhandener Gentest.

Die gerade veröffentlichte Studie JAMA Augenheilkunde, baut auf einer langjährigen internationalen Zusammenarbeit zwischen der Flinders University und dem QIMR Berghofer Medical Research Institute und anderen Forschungspartnern auf der ganzen Welt auf, um genetische Risikofaktoren für Glaukom zu identifizieren. „Eine frühzeitige Diagnose eines Glaukoms kann zu einer sehkrafterhaltenden Behandlung führen, und genetische Informationen können uns möglicherweise einen Vorteil bei der Frühdiagnose und besseren Behandlungsentscheidungen verschaffen“, sagt der leitende Forscher, Associate Professor Owen Siggs von der Flinders University in Südaustralien und der Garvan Institut für medizinische Forschung in Sydney, NSW.

Der leitende Autor, Professor Jamie Craig von der Flinders University, sagt, dass die neueste Forschung das Potenzial des Tests bei der Früherkennung und Behandlung von Glaukom hervorhebt.

„Gentests sind derzeit kein routinemäßiger Bestandteil der Glaukomdiagnose und -versorgung, aber dieser Test hat das Potenzial, dies zu ändern. Wir sind jetzt in einer guten Position, dies in klinischen Studien zu testen“, sagt Professor Craig, ein beratender Augenarzt, der auch ein weltweit führendes Glaukom-Forschungsprogramm an der Flinders University leitet, das vom australischen NHMRC finanziert wird.

Die neuesten Ergebnisse bewerteten die Leistung von Gentests an 2507 australischen Personen mit Glaukom und 411,337 Personen mit oder ohne Glaukom im Vereinigten Königreich.

Einer von 30 Australiern entwickelt schließlich ein Glaukom, von denen viele aufgrund fehlender Symptome zu spät diagnostiziert werden.

Nach der Diagnose können mehrere Behandlungsoptionen das Fortschreiten des Glaukom-Sehverlustes verlangsamen oder aufhalten.

Der neue Test, der an einer Blut- oder Speichelprobe durchgeführt wird, hat das Potenzial, Personen mit hohem Risiko zu identifizieren, bevor ein irreversibler Sehverlust eintritt.

Mitglieder des Forschungsteams gründen außerdem ein Spin-Out-Unternehmen, um einen akkreditierten Test für den Einsatz in klinischen Studien zu entwickeln. Die Rekrutierung soll 2022 beginnen.