Können Nahrungsergänzungsmittel dem Immunsystem helfen, eine Coronavirus-Infektion zu bekämpfen?

Coronavirus

Der Gastroenterologe Gerard Mullin von Johns Hopkins Medicine und ein Team von Co-Autoren haben am 11. Mai 2021 einen Artikel veröffentlicht Fortschritte in der experimentellen Medizin und Biologie Darin werden die wissenschaftlichen Gründe und die möglichen Vorteile – sowie mögliche Nachteile – mehrerer Nahrungsergänzungsmittel, die sich derzeit in klinischen Studien zur COVID-19-Behandlung befinden, detailliert beschrieben.

Laut Wirtschaftsanalysten ist die Nahrungsergänzungsbranche in den USA im Jahr 14.5 um 2020 % gewachsen, was zum großen Teil auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist.

Mullin, außerordentlicher Professor für Medizin an der Johns Hopkins University School of Medicine, und seine Kollegen beleuchten Melatonin, Vitamin C, Vitamin D, Zink und verschiedene pflanzliche Verbindungen wie Grüner Tee und Curcumin. So erklären die Autoren beispielsweise, dass Ascorbinsäure – auch als Vitamin C bekannt – „zur Immunabwehr beiträgt, indem sie die Zellfunktionen sowohl des angeborenen als auch des adaptiven Immunsystems unterstützt“.

In dem Zeitschriftenartikel diskutieren sie die Mechanismen, wie jedes der Nahrungsergänzungsmittel funktioniert und wie jedes einzelne einem Patienten, der gegen COVID-19 kämpft, von Nutzen sein könnte.

Zink, schreiben sie, habe gezeigt, dass „die Replikation der Coronavirus-RNA hemmt“. Sie weisen auch darauf hin, dass Zink, wenn es zu Beginn der Symptome verabreicht wird, „die Dauer der Symptome einer Krankheit verkürzen kann, die auf harmlosere Coronavirus-Infektionen wie eine Erkältung zurückzuführen ist“.

Schließlich geben Mullin und seine Kollegen kurze Erläuterungen zu den laufenden klinischen Studien, um die Wirksamkeit jedes Nahrungsergänzungsmittels bei der Bekämpfung von COVID-19 zu testen.

Mullin sagt zum Beispiel, dass „bis heute reichlich Daten vorliegen, die einen niedrigen Vitamin-D-Status mit einer höheren Anfälligkeit für COVID-19 und schlechten klinischen Ergebnissen in Verbindung bringen“.

Die Autoren warnen davor, dass „jeglicher Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln gegen COVID-19 von den Ergebnissen randomisierter kontrollierter Studien“ und von Experten begutachteter Literatur abhängt.