Australische Wissenschaftler sehen im Spinnengift lebensrettendes Potenzial

Trichternetzspinnen gehören zu den tödlichsten Arten der Welt

Eine Gruppe australischer Wissenschaftler sucht nach dem Gift einer tödlichen einheimischen Spinne, um tatsächlich Leben zu retten, indem die schädlichen Auswirkungen von Herzinfarkten gestoppt werden.

Forscher verwendeten das Gift einer Art Trichternetzspinne – einer der tödlichsten Arten der Welt – in einem Medikament, von dem sie hoffen, dass es bald an Menschen getestet werden kann.

Bisher wurde die experimentelle Medizin nur im Labor getestet.

Der Wissenschaftler der University of Queensland, Nathan Palpant, sagte am Freitag, das Gift habe dazu beigetragen, dass der Körper nach einem Herzinfarkt kein „Todessignal“ sendet, was zum Absterben von Zellen führt.

„Nach einem Herzinfarkt wird die Durchblutung des Herzens reduziert, was zu einem Sauerstoffmangel im Herzmuskel führt“, sagte Palpant.

„Der Sauerstoffmangel führt dazu, dass die Zellumgebung sauer wird, was zusammen eine Nachricht für das Absterben von Herzzellen sendet.

„Trotz jahrzehntelanger Forschung ist es niemandem gelungen, ein Medikament zu entwickeln, das dieses Todessignal in Herzzellen stoppt, was einer der Gründe ist, warum Herzkrankheiten weiterhin die häufigste Todesursache weltweit sind.“

Das Team hat erfolgreich ein Protein aus Spinnengift verwendet, um menschliche Herzzellen zu schlagen, die Herzinfarkt-Stress ausgesetzt waren.

„Das Hi1a-Protein aus Spinnengift blockiert säureempfindliche Ionenkanäle im Herzen, sodass die Todesbotschaft blockiert, der Zelltod reduziert und das Überleben der Herzzellen verbessert wird“, sagte Palpant.

Es besteht die Hoffnung, dass das Medikament nicht nur dazu beitragen kann, Herzschäden zu verhindern und Leben zu retten, sondern auch die Qualität der gespendeten Herzen während der Transplantation zu verbessern.

Frühere Forschungen haben gezeigt, dass Trichternetzspinnengift auch nützlich sein kann, um Schäden durch Schlaganfälle einzudämmen.

Die University of Queensland sagte, das Team strebe „innerhalb von zwei bis drei Jahren“ klinische Studien am Menschen sowohl für Schlaganfälle als auch für Herzerkrankungen an.

Die neuesten Forschungsergebnisse wurden in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift veröffentlicht Verkehr.